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Warum dagegen?Geisterfahrer, im Fachjargon auch als Falschfahrer bezeichnet, setzen rücksichtslos und teils sogar Vorsätzlich das Leben und die Gesundheit anderer Menschen aufs Spiel. Es ist der Albtraum jedes Autofahrers, wenn auf einer Autobahn quasi aus dem Nichts ein Geisterfahrer auftaucht. Bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h bleiben nur Bruchteile einer Sekunde, um zu reagieren. Blos rechts rüber, Tempo runter, Warnblinkanlage einschalten und beten, dass alles gut geht. Jedes Jahr gibt es auf deutschen Autobahnen zehntausende Geisterfahrer. Die Gründe für die Geisterfahrt sind so banal wie alltäglich: Man hat die Abfahrt zu spät gesehen, und fährt deshalb ein paar hundert Meter rückwärts. Oder etwas zu Hause vergessen, den Regenschirm oder das Licht, möchte aber nicht zu spät kommen und wendet kurzerhand mitten auf der Autobahn. Dabei muss jedem Autofahrer klar sein, dass eine Geisterfahrt allenfalls als Selbstmordversuch oder fahrlässige Tötung gewertet werden kann denn zwei von drei Unfällen mit Geisterfahrern enden mit mindestens einem Toten. Der gesetzliche Rahmen sieht für Geisterfahrer lediglich Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren (auf Bewährung) vor selbst wenn es mehrere Tote zu beklagen gibt (§315c Abs. 1 2f mit Abs. 3, StGB). Nur bei nachgewiesenem Vorsatz ist ein Strafrahmen von fünf Jahren möglich. Für eine fahrlässige Tötung sieht das Strafgesetzbuch (§222 StGB) in jedem Fall eine Höchststrafe von fünf Jahren Freiheitsstrafe vor warum das offensichtlich gleiche Delikt bei einer Geisterfahrt milder behandelt wird, ist dem Autor nicht einsichtig. ZieleZiele dieser Aktion sind die bessere Aufklärung über die Folgen einer Geisterfahrt sowie Abschreckung anhand von Bild- und Filmmaterial oder Berichte Betroffener. Weiterhin sollen die Öffentlichkeit und die Politik für dieses alltägliche Problem sensibilisiert werden. Das Fernziel ist ein angemesseneres Strafmaß bei Geisterfahrten, insbesondere mit Todesfolge. Es kann nicht angehen, dass ein Schlag mit einer Schaufel härter bestraft wird als eine Geisterfahrt bei Tempo 160 mit zwei Todesopfern und mehreren Schwerstverletzten. |
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